Der im Gehen erkundete Weg


Ein Film über das jahrzehnte lange Engagement im Rahmen der Freien Alternativschulen von Jutta Kraus und ihren WegbegleiterInnen.

Regie: Jutta Kraus

Regieassistenz und Produktion: Michael Brade


Eine Dokumentation über die Anfänge des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen, die Gründung einer Kita und die beiden Schulgründungen in Offenburg.


WeggefährtInnen und ehemalige Kinder und Jugendliche kommen zu Wort.


„Wenn wir uns nicht selbst befreien, bleibt es für uns ohne Folgen.“

(Peter Weiss)




Der im Gehen erkundete Weg


Kinder lernen anders


Seit den 1980ger Jahren bereichern die Freien Alternativschulen FAS die Bildungslandschaft in Deutschland.

Sie haben selbstverwaltete Lebens- und Erfahrungsräume geschaffen, in denen Demokratie täglich für die Schulgemeinschaft erfahrbar wird.

Michael Brade hatte die Idee, die Gründergeneration der FAS auf ihre Pionierarbeit zurückblicken zu lassen um ihren Erfahrungsschatz zu bergen und für die Nachwelt zu sichern.

Anfang der 1980- ger Jahre gründete Jutta Kraus mit Gleichgesinnten in Offenburg eine Kindertagesstätte, das Schneckenhaus und 2 Freie Alternativschulen.

Sie nimmt uns mit auf den oft steinigen Weg, den sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, Eltern, KollegInnen und UnterstützerInnen erkundet hat.

In der Jugendherberge Schloss Ortenberg fand 1988 die erste Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen statt, wir verfolgen exemplarisch dessen Erfolgsgeschichte.

Jutta Kraus berichtet vom inspirierenden Austausch mit den KollegInnen anderer Freier Alternativschulen, ihrer Mitarbeit im Vorstand des BFAS und im Europäischen Forum für Freiheit im Bildungswesen effe.

Ehemalige Schüler und Schülerinnen erzählen eindrücklich von ihren Erinnerungen an ihre Zeit in der Freien Schule SPATZ in Offenburg.

Ehemalige KollegInnen berichten von ihren Erfahrungen im Schneckenhaus und in der Freien Schule SPATZ, der damals einzigen Schule für Erziehungshilfe im BFAS  

Dr. Edith von Arps-Aubert gewährt Einblicke in die Gindler/Hengstenberg -Arbeit, die unsere Beziehungsarbeit seit Jahrzehnten prägte.

Michael Brade und Jutta Kraus arbeiten seit vielen Jahren im Fortbildungsteam des BFAS und gestalten die Fortbildungsreihe “Kein Lernen ohne Beziehung – keine Beziehung ohne Lernen“ mit. Diese findet in der Mitte von Deutschland im Tagungshaus der Kommune in Niederkaufungen bei Kassel statt.


Michael Brade, Jutta Kraus Dez.2025



Michael Brade


war als Enkel eines Fotografen früh multimedial interessiert. Schon als Schüler hielt er seine Stadt Gütersloh in einer Fotodokumentation fest.

Später filmte er an Freien Alternativschulen mit Kindern und Jugendlichen Stop-Motion-Filme, andere Projekte und Dokumentationen.

Für eigene Bandprojekte hat er viele Musik-Videos erstellt. Er entwickelte Video-Tutorials unter anderem für Mathethemen.

Seit 2002 ist er überzeugter Alternativschulteamer mit gestaltpädagogischen Grundlagen auch im Fach Medien/Informatik.

Ihm liegt viel an der Kreativität, Individualität und Eigensinnigkeit von Kindern und Jugendlichen.

Seit 2023 arbeitet er im Dozententeam der Fortbildungsreihe „Kein Lernen ohne Beziehung - Keine Beziehung ohne Lernen“ des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen mit.

Jutta Kraus


„Wie organisieren Kinder/Jugendliche ihre Lernprozesse, wenn man sie lässt?“

„Wie überwinden sie Lernblockaden und übernehmen Verantwortung für ihr Handeln?“

Diese Fragen beschäftigten sie seit ihrer Jugend, in der sie am Aufbau eines freien Jugendzentrums mitwirkte.

1981 fand sie in Offenburg Gleichgesinnte, um den Kinderladen „Schneckenhaus“ und 1987 die Freie Schule „Schneckenhaus“ zu gründen. Diese bekam keine Genehmigung.

Auf Anfrage eines Schulrates arbeitete sie mit Jungendlichen, die sich in der Regelschule nicht integrieren ließen.

Gemeinsam mit einer Sozialpädagogin gründete sie 1993 die reformpädagogische Schule für Erziehungshilfe „SPATZ“, die sie bis 2017 leitete.

Sie war 10 Jahre im Vorstand des BFAS. Seit Jahrzehnten wirkt sie im EFFE "Europäisches Forum für Freiheit im Bildungswesen" aktiv mit.

Von Anfang an arbeitet sie im Dozententeam der Fortbildungsreihe „Kein Lernen ohne Beziehung - Keine Beziehung ohne Lernen“ des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen mit.

Michael Pollok


war sofort bereit das Filmprojekt tatkräftig zu unterstützen.

Er hatte immer schon einen Draht zu den Jugendlichen, denen er auf Augenhöhe mit großem Interesse begegnete. Es war ihm deshalb eine Freude, am Set mitzuwirken.

Seine besonderen Fähigkeiten als Handwerker, gelernter Koch und Weltenbummler hat er intensiv eingebracht. Als Fahrer, Caterer, Beleuchter und Kindersitter war er unentbehrlich.

Seine „Weltbeste Currysoße“ hat die Stimmung an der langen Tafel am Abschlussabend der Drehtage gekrönt.